Impulse für Deutschland

Der Kompass für Deutschland

Wir stehen für eine nachhaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation.
Ein Wirtschaftswunder 2.0. Der Kompass liefert konkrete Impulse und internationale Erfolgsbeispiele, wie eine neue Regierung Deutschland zukunftsfähig gestalten kann

Der Koalitionsvertrag im Zukunftscheck

Der Koalitionsvertrag enthält Ansätze, die systemische Barrieren überwinden und Anreize setzen könnten, um die Grundlagen für ein zukunftsfähiges Deutschland zu schaffen. Nun gilt es, in der Umsetzung nicht den Mut zu verlieren. Unser Zukunftscheck zeigt, welche wenig beachteten Ansätze hier besonders wichtig sind und wie sie noch weiter gestärkt werden könnten.

Sieben Säulen der Transformation

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Zunächst gilt es zu definieren, welche Ziele uns als Gesellschaft wichtig sind und wie im 21. Jahrhundert Wohlstand zu definieren ist. Diese neue Konzeption von Wohlfahrt gilt es mit Maßzahlen zu hinterlegen, an deren Erreichen sich staatliches Handeln konsequent orientiert und dazu Rechenschaft ablegt. Unsere Politik braucht ein neues Cockpit, damit politische Reformen in allen Bereichen auf unsere gesellschaftlichen Ziele justiert sind.

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Deutschlands Erfolg war der Erfolg seiner Unternehmen. Den Klimawandel und soziale Ungleichheiten können wir nur lösen, wenn unternehmerischer Erfolg erhalten und zur treibenden Kraft wird. Dazu müssen wir wirtschaftliche Erträge richtig und ganzheitlich abbilden und auch den gesellschaftlichen Beitrag von Unternehmen kennen, offenlegen und belohnen. Fortschrittliche Unternehmen sind netto-positiv. Anstatt negativer Externalitäten produzieren sie soziale, ökologische und wirtschaftliche Beiträge und belegen dies durch eine neue Rechnungslegung (Planetary Boundary Accounting).

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Gerade als Heimatland der sozialen Marktwirtschaft sollten wir Märkte nutzen, um gesellschaftliche Ziele zu erreichen. Diese können so gestaltet werden, dass Externalitäten einen positiven oder negativen Marktwert erlangen. Wir brauchen ordnungspolitische Prinzipien für neue Marktplätze für Emissionen oder Ökosystemleistungen, innovative Anreize, eine langfristig ausgerichtete öffentliche Beschaffung und einen Paradigmenwechsel in der Steuer- und Subventionspolitik. Die Transformation gefährdet nicht Märkte, sie schafft und nutzt sie.

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Der Investitionsbedarf für die anstehenden Veränderungen ist enorm. Die richtigen Rahmenbedingungen für Investoren werden zum kritischen, vielleicht international differenzierenden Standortfaktor. Short-Termism, als größte Blockade von Sustainable Finance, kann durch neue Rechnungslegung, eine effektive Aufsicht und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Steuerpolitik, entgegengesteuert werden. Kapital für nachhaltiges Wirtschaften wird mobilisiert.

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Das neue „Made in Germany“ ist ein zunehmend zirkuläres, vom Ressourcenbedarf entkoppeltes und digital unterstütztes Industriemodell, in dem Ergebnisse wichtiger sind als Produkte und Nutzen wichtiger als Besitzen. Deutschlands Ingenieure, die Qualität und Langlebigkeit unserer Erzeugnisse und unsere Kompetenz bei der Entwicklung komplexer Systeme können genutzt werden, um die globale Industriewende hin zu einer Wirtschaft im Einklang mit planetaren Grenzen erfolgreich anzuführen.

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Es geht nicht um mehr oder weniger Staat, sondern um die Frage, ob der Staat die Kapazitäten und die Ambitionen hat, um agil, effektiv und risikobereit zu handeln. Ein solcher Staat muss lernfähig und wissenschaftsbasiert sein sowie zukunftsorientiert Ziele und Rahmenbedingungen setzen, anpassen und verfolgen. Nicht nur die Wirtschaft, auch der Staat muss den Anreiz haben, als Innovator zu handeln - gerade in Zeiten tiefen strukturellen Wandels.

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Das gemeinschaftliche Projekt „Gutes Wirtschaften im 21. Jahrhundert” kann nur erfolgreich sein, wenn die Gesellschaft in ihrer Breite die Veränderungen dauerhaft unterstützt und trägt. Um die Spirale aus Überflutung, Überforderung und Angst zu verlassen, müssen wir attraktive Zielbilder, neue Formen der Teilhabe und Entscheidungsfindung und eine faire Verteilung der Kosten und Erträge finden. Die Transformation muss positive Zukunftsaussichten für alle schaffen.